Jetzt läuft auf Bayern 2:

radioWelt

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


05.03 Uhr

 

 

BR-Heimatspiegel

Mit Volksmusik gut in den Tag Mit Volksmusik gut in den Tag


06.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


06.05 Uhr

 

 

BR-Heimatspiegel

Moderation: Tom Viewegh Mit Tom Viewegh Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus Bayern und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt. 7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (nur in BR Heimat)


06.30 Uhr

 

 

Positionen

Religions- und Weltanschauungs-Gemeinschaften Heute: 6.30 Neuapostolische Kirche 6.45 Jehovas Zeugen in Deutschland


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


07.05 Uhr

 

 

radioMikro

Magazin Geschichten vom Kater Musch - Der gerettete Wellensittich Ab 6 Jahren Hörspiel von Ellis Kaut Mit Elfriede Kuzmany, Hans Reinhard Müller, Albert Wiesheu und anderen Regie: Günther Friedrich BR 1956 7.30 Sonntagshuhn Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


08.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


08.05 Uhr

 

 

Katholische Welt

Ökumene in Island Als der Lutheraner König Christian III. von Dänemark 1535 an die Macht kam, verbat er die Ausübung des katholischen Glaubens. In Island wiedersetzten sich der amtierende Bischof und zahlreiche Gläubige bis 1550 dem Verbot der "Urkirche" und wurden dafür hingerichtet. Danach war der katholische Glaube 300 Jahre von der naturgewaltigen und dadurch auch mythenreichen Insel am äußersten Rande Europas verbannt. Zaghaft und bedächtig kehrten katholische Missionare 1850 zurück und wurden erstaunlich willkommen geheißen. Man sah in ihrer Konfession keine Gegenbewegung sondern eine Ergänzung und freute sich an der Wiederkehr des "Ursprünglichen". Heutzutage ist die lutherische Kirche in Island Staatskirche und finanziell gut versorgt. Die katholische hingegen ist ausschließlich auf deutsche Gelder angewiesen und wird durch Spenden des Osnabrücker Ansgar- und des Bonifatiuswerkes in Paderborn am Leben gehalten. Und so fern Island auch vom Zentrum Europas liegt, so nah scheint seinen Bewohnern plötzlich wieder die katholische "Urkirche" geworden zu sein. Durch Gastarbeiter, überwiegend aus den Philippinen und Polen, haben die Gemeinden in den letzten Jahren enormen Zuwachs erfahren. Aber nicht nur sie kommen und sind mit ca. 5% der Bevölkerung bekennende katholische Christen. Nicht wenige sind es, die konvertieren, weil sie sich in ihrer "Urkirche" beheimatet fühlen, das Urzeitliche im Glauben dieser Insel wiederentdecken. Und niemand verübelt es ihnen. In Island herrscht ein mustergültig friedlicher Dialog zwischen den Konfessionen. Wolf Gaudlitz hat sich aufgemacht, dieses Phänomen des durchweg friedlichen Miteinanders zu erforschen und den derzeitigen und wirklich nicht einfachen Stand der katholischen Kirche in der isländischen "Diaspora" authentisch hörbar werden zu lassen. Das gelang ihm quer übers Land vom Bischofssitz in Reykjavik bis zur nördlichsten Gemeinde Islands in Akuréry; vom Priester, der die "Konvertiten", das Schachgenie Bobby Fischer und den Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness beerdigte, bis hin zum großen norwegischen und in Island lebenden Dichter Knut Odegard.


08.30 Uhr

 

 

Evangelische Perspektiven

Steine - die Botschaft der stummen Gefährten Steine begleiten uns täglich - und werden von uns täglich übersehen. Natürlich, sie sind unbeweglich, hart, unlebendig, starr und stumm. Doch Steine sind uns viel näher als wir glauben. Auch wir selbst sind aus Steinen gebaut, jedes Atom unseres Körpers war einmal Stein und ohne Mineralien können wir nicht überleben. Wenn wir beginnen, über Steine nachdenken, dann erscheinen sie uns als stummes Geheimnis. Haben Steine Heilkraft? Die Frage beschäftigt nicht nur die Esoterik. Haben Steine Stimme? Das wollte der Musikprofessor Klaus Feßmann wissen und experimentiert seit Jahren mit dem Klang von Steinen - für ihn der Urklang alles Tönens. Menschen haben lange in Höhlen gelebt und mit Steinwerkzeugen ihren Alltag organisiert: 99 Prozent der Menschheitsgeschichte nennen wir "Steinzeit". Was davon ist uns geblieben? Welche Botschaft haben Steine für uns heute?


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


09.05 Uhr

 

 

radioReisen

Einfach woanders sein


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


10.05 Uhr

 

 

Sonntagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung um 17.05 Uhr Ausgewählte Beiträge unter bayern 2.de und in der Bayern 2 App verfügbar


11.00 Uhr

 

 

radioTexte - Das offene Buch

Sasha Marianna Salzmann: "Außer sich" Als Theatermacherin ist sie längst höchst erfolgreich. Nun feiert Sasha Marianna Salzmann mit ihrem Debüt-Roman "Außer sich" einen internationalen Erfolg Shootingstar Dass Sasha Marianna Salzmann einmal der Shootingstar der deutschen Theaterszene werden und ihr Roman-Debüt wie ein Komet leuchten würde, hätte wohl niemand gedacht, als sie 1985 in Wolgograd geboren wurde und mit zehn Jahren als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland kam. Migration, Identität, Jüdisch-Sein, Herkunft und Zugehörigkeit sind ihre Themen, oft radikal und provokant wie beim "Desintegrations-Kongress" am Maxim Gorki Theater, dessen Hausautorin Sasha Marianna Salzmann ist und dessen Experimentierbühne sie erfolgreich leitete. Flirrendes Istanbul Während eines Stipendiums an der Tarabaya Akademie in Istanbul schrieb Sasha Marianna Salzmann ihren ersten Roman. In Istanbul, der Stadt, die flirrt, in der alles möglich schien. Sie fand Kontakte zur Trans-Community, schrieb unter dem Eindruck der Gezi-Proteste und der Lektüre südamerikanischer Autoren, anfangs wie im Rausch. "Und ich produzierte so an die 100 Seiten am Stück und ließ sie liegen, weil ich ein bisschen Angst hatte vor dem Projekt, aber auch nicht wusste, was ich erzählen wollte. Ich kannte Istanbul nicht, es war mein In-Dialog-Treten mit der Stadt.Ich bin so gesprungen in meiner Suche, nach dem, was mein Stoff ist, dassvielleicht auch spürbar ist, dassich fast schon panisch danach grabe, was denn jetzt passiert in diesem Stoff und mit meinen Figuren." (Sasha Marianna Salzmann) Familienroman der anderen Art "Außer sich" ist ein Vier-Generationen-Familienroman russisch-deutscher Juden zwischen Sowjetunion, Deutschland und der Türkei, eine flirrende Erinnerung und Suchbewegung, erzählt in einem wilden, anarchischen Ton. Alissa, genannt Ali, sucht Anton, ihren Zwillingsbruder, der in Istanbul verschwand. Sie begegnet Katho, dem Transmann, gerät in die Trans-Community, verändert sich, wird immer männlicher, Anton immer ähnlicher. Gibt es Anton überhaupt? Shakespeare reloaded Die Grundidee des Romans ist ein Stück, Shakespeares "Was ihr wollt", worin Viola, in männlicher Verkleidung, ihren Bruder sucht. Sasha Marianna Salzmann hat aus dem dramatischen Spiel mit Identitäten ein betörendes Stück Prosa von heute gemacht. Und einen Welterfolg. Schon jetzt wird ihr Debüt "Außer sich" in dreizehn Sprachen übersetzt und war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert. Autorenlesung und Gespräch: Sasha Marianna Salzmann. Moderation: Cornelia Zetzsche


11.30 Uhr

 

 

Bayern 2-Heimatsound


12.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


12.05 Uhr

 

 

Zeit für Bayern

Akustische Reisen durch Bayerns Regionen Der Tod des "Ruider Luck" Wildern unterm Hakenkreuz Von Thomas Muggenthaler Ludwig Reil aus Balbersdorf in der Gemeinde Waffenbrunn bei Cham war ein passionierter Wilderer. Der "Ruider Luck", wie er im Volksmund genannt wurde, ist vielen in seiner Heimat immer noch ein Begriff. Er wurde von einem Gericht zu einer Haftstrafe verurteilt. Aber es ist ihm gelungen, zweimal aus dem Gefängnis zu flüchten. Doch der "Ruider Luck" hatte sich über- und die Staatsmacht unterschätzt. Als er zuletzt aus der Haftanstalt Bayreuth geflüchtet war und sich in den Wäldern seiner Heimat versteckt hatte, intensivierte die Polizei die Fahndung, stellte den legendären Wilderer und erschoss ihn 1942 "auf der Flucht". Sein Neffe, der den Onkel heute noch in Ehren hält, erinnert sich an diesen Tag. "Ich hab ihn noch auf dem Wagen liegen sehen, als sie ihn abtransportiert haben." Thomas Muggenthaler erzählt in seiner Sendung "Der Tod des Ruider Luck" diese und andere Geschichten vom Wildern unterm Hakenkreuz. Keilerplage - auf Wildschweinjagd in Unterfranken Von Jürgen Gläser Sie pflügen über Nacht ganze Wiesen um, schlagen Schneisen durch Maisfelder und manchmal tauchen sie sogar in Ortschaften oder Städten auf und sorgen für Angst und Schrecken: Wildschweine sind auch in Unterfranken nach wie vor ein Problem. Obwohl sich die Abschusszahlen in den letzten 25 Jahren vervierfacht haben, sind Wildschweine für Landwirte und Jäger immer noch ein Ärgernis. Oft sind Jäger nächtelang auf Ansitz, bis sie überhaupt mal Schwarzwild sehen. Denn die Jagd auf Schwarzwild ist schwierig und aufwändig. Die Tiere sind schlau. Bei Vollmond nutzen Wildschweinrotten geschickt den Schattenwurf von Bäumen. Die Wildschweine erkennen sogar die Autos der Jäger am jeweiligen Geräusch. Jetzt, im Herbst, werden im Steigerwald Maisfelder mit Elektrozäunen geschützt. An den Ecken der Felder stehen Radios - mit Klassik, Rock und Nachrichtenkanälen sollen die Wildschweine verjagt werden. Im Spessart, wo noch immer die meisten Wildschweine in Unterfranken vorkommen, haben erste Jagdpächter jetzt sogar Saufänge beantragt. Die Jagd mit solchen Käfigen ist allerdings umstritten, ebenso, wie der Einsatz von Nachtzielgeräten, also Gewehren mit fest montiertem Nachsichtgerät, die dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegen und bislang als Einzelversuch in Bayern bei der Wildschweinjagd schon getestet wurden. Wie also kann man die Wildschweinpopulation eindämmen? Wer kommt für Schäden auf? Und was ist, wenn sich für Jagdreviere kein Pächter mehr findet, weil die Wildschweinproblematik kaum noch in den Griff zu bekommen ist?


13.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


13.05 Uhr

 

 

Bayern - Land und Leute

Zuflucht im Isartal Einsame Seelen, große Künstler, mittellose schwangere Frauen: Das Hollerhaus ist seit 100 Jahren Zuflucht für alles Unkonventionelle. Mitten im idyllischen Dorf Irschenhausen im Isartal gelegen, war es vor allem Mitte des 20. Jahrhunderts ein Refugium für illustre Persönlichkeiten. 1917 hatte die Malerin Clara Porges das über 500 Jahre alte Bauernhaus gekauft, ein Atelier daran gebaut - und den Grundstein für ein Haus gelegt, dessen Zauber von der ländlichen Umgebung lebt wie von den Menschen, die hier ein und aus gehen. Waldemar Bonsels, Schöpfer der "Biene Maja", veranstaltete im Garten Nackt-Schleiertänze - was die Bäuerinnen des Dorfs weniger freute als die jungen Bauern. Unter der geselligen Pensionswirtin Ingrid Lepsius wurde das Hollerhaus zum Ort diskreter Geburten. Regisseur Hans-Jürgen Tögel und Schauspieler Werner Enke hausten im "Dichterstübchen", wo Enke das Drehbuch zur Komödie "Zur Sache, Schätzchen" schrieb. Später wurde das Hollerhaus bekannt als "Pension Resi" im "Bullen von Tölz", noch heute ist es als Kunstgalerie bekannt - weit über das Isartal hinaus.


13.30 Uhr

 

 

Nahaufnahme

Die Reportage


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


14.05 Uhr

 

 

musikWelt

Musik aus aller Welt Musik aus aller Welt Mit Dagmar Golle


15.00 Uhr

 

 

Hörspiel

Frank Witzel: Die apokalyptische Glühbirne Frank Witzel beherrscht ein einzigartiges Verfahren, um unserer leicht flüchtigen Realität Herr zu werden: er ver-rückt sie. In seinem Hör- und Sehspiel Die apokalyptische Glühbirne im geradezu wörtlichen Sinne, denn im Zentrum seiner Geschichte steht die schriftliche Hinterlassenschaft des seit seinem 9. Lebensjahr in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen weggesperrten Christoph Wendel. Von ihrer Mutter beauftragt, soll seine Großnichte Bettina die persönliche Habe des Verstorbenen aufräumen und stößt dabei auf ein dunkles Kapitel Familien- und Gesellschaftsgeschichte. Gegen das systematische Schweigen seiner Umwelt hat ihr Großonkel mit vermeintlich ver-rückten Briefen angeschrieben - sein verzweifelter Versuch ein für ihn tief traumatisches Erlebnis während der Nazizeit zu "bewältigen". Frank Witzel schafft mit dieser Setzung eine doppelte Leerstelle - durch Christoph Wendel, der ver-rückte Schlaufen um sein Trauma legt und durch das "Totschweigen" der Familie -, die wir automatisch mit unseren eigenen Erfahrungen anfüllen. Erfahrungen mit Familienbiografien, über die ebenso dröhnend geschwiegen wurde und wird und die dann doch irgendwann wie wuchernde Schwären aufbrechen und unsere sozialen Gefüge erschüttern. Dieses große "deutsche" Thema packt Frank Witzel jenseits aller schulbuchmäßigen Didaktik mit den Mitteln des Absurden und der Groteske ohne es jedoch zu banalisieren oder gar zu bagatellisieren. Durch die Erweiterung seines Textes mit einem Zyklus ergänzender Zeichnungen und einer eigens dazu komponierten Musik breitet sich vor uns der dissoziierte Gedankenkosmos der Hauptfigur aus, eine vielfältige Einladung zur Selbstreflektion. Frank Witzel schafft mit seinem Verfahren Anknüpfungspunkte für unsere medialen und persönlichen Vorerfahrungen, denn die Auseinandersetzung mit der Schuldfrage beginnt ja zum Glück nicht erst heute. Dennoch müssen wir uns gewahr sein, dass sie eben auch noch lange nicht abgeschlossen ist und zu den Akten gelegt werden kann. Für Christoph Wendel spendet die titelgebende Glühbirne als einzige Quelle Licht, Wärme und Hoffnung, gleichzeitig bedeutet das sprichwörtliche "Licht, das mit ihr aufgeht" aber auch das Ende jeglicher Unschuld. Keiner kann nachher mehr sagen, er habe nichts gewusst. Diese Aufklärung ist aber kein neues Trauma, im Gegenteil, es ist der erste und notwendige Schritt zur Bewältigung. Im Mikrokosmos der Familie genauso, wie für uns als geschichtlich schuldbelastete Nachgeborene. Frank Witzel, geb. 1955 in Wiesbaden, Autor, Essayist, Zeichner, Musiker. Für seinen Roman "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969" erhielt er den Deutschen Buchpreis 2015 sowie den Robert Gernhardt Preis 2012. Weitere Veröffentlichungen u.a. "Bluemoon Baby" (2001), "Revolution und Heimarbeit" (2003), "Vondenloh" (2008). Hörspieladaption "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manischdepressiven Teenager im Sommer 1969" (BR 2016, Hörspiel des Monats Juni 2016, Deutscher Hörbuchpreis 2017 in der Kategorie Bestes Hörspiel).


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


16.05 Uhr

 

 

Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Charlotte Knobloch, jüdische Gemeindepräsidentin Sie war die erste Frau, die es bis an die Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland geschafft hat. 2006 wurde Charlotte Knobloch einstimmig als Nachfolgerin von Paul Spiegel in das Präsidentenamt gewählt, das sie bis 2010 innehatte. Anlässlich ihres 85. Geburtstags wiederholen wir ein Gespräch mit Charlotte Knobloch aus dem Jahr 2010. Bewegtes Leben Das lebendige Miteinander in den jüdischen Gemeinden, die Integration von Juden aus Osteuropa, der Dialog mit dem Islam und das Erinnern an die Shoah - das alles gehörte zu den zentralen Aufgaben von Charlotte Knobloch, die ihren Platz 2010 frei machte für einen, wie sie sagt, "notwendigen Generationswechsel". Charlotte Knobloch wird 1932 als Tochter eines jüdischen Münchner Rechtsanwalts geboren. Nach der dramatischen Scheidung der Eltern kommt sie zu ihrer Großmutter, die wie viele aus ihrem familiären Umfeld das KZ nicht überlebte. Dem Holocaust kann Knobloch, die die Reichskristallnacht hautnah miterleben muss, dank der Zivilcourage eines ehemaligen Hausmädchens der Familie entrinnen. Diese bringt die damals sechsjährige Charlotte auf einen Bauernhof in Franken und gibt sie als ihr uneheliches Kind aus. Im Alter von 19 Jahren heiratet Knobloch, die als sehr warmherzig und dennoch durchsetzungsfähig gilt, gegen den Willen des Vaters ihren Verlobten Samuel. Den Kindern zuliebe bleiben die beiden in München, der Stadt, in der Charlotte Knobloch bis heute lebt. Langjähriges Engagement In "Eins zu Eins. der Talk" blickte Charlotte Knobloch 2010 im Gespräch mit Stefanie Heinzeller nicht nur auf ihre vom Naziterror, von großer Angst und zermürbender Schutzlosigkeit geprägten Kindheit und Jugend zurück, sondern auch auf ihr langjähriges Engagement zugunsten einer, wie sie sagt, "besseren, gerechteren und friedlicheren Welt".


17.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


17.05 Uhr

 

 

Sonntagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung von 10.05 Uhr Ausgewählte Beiträge unter bayern 2.de und in der Bayern 2 App verfügbar


18.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr


18.05 Uhr

 

 

Kulturjournal

Kritik. Dialog. Essay


19.30 Uhr

 

 

Musik für Bayern

Musikunterricht damals und heute "I bims" - dein Musikunterricht Über ein Angebot, das ankommt Von Franziskus Büscher Die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen ist in einem stetigen Wandel. Dazu gehört einerseits die zunehmende Digitalisierung des Alltags, andererseits das heute fast selbstverständliche Leben & Lernen in der Ganztagsschule. Darauf versuchen auch Musikschulen zu reagieren. So integrieren sie ihr Angebot inzwischen in den Schulalltag und bieten Musikschülern eine ganzheitliche Unterrichtsmethodik sowie ein deutlich entstaubtes Unterrichtsmaterial. Das kommt an: Heute besuchen knapp 200.000 Schülerinnen und Schüler eine Musikschule, so viele wie nie zu vor. Wie dieses Angebot in Zukunft weiter entwickelt werden kann, diskutieren Musikschullehrer und Musikschulleiter auf dem 40. Bayerischen Musikschultag am 13. und 14. Oktober 2017 im Kloster Aldersbach. Franziskus Büscher vergleicht den Musikunterricht von damals und heute.


20.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter



20.05 Uhr

 

 

Bayerisches Feuilleton

Wie Bayern hin- und weghört Bayern ist ein akustisch sehr aktives und attraktives Land. Sein Geräuschpegel ist intensiv und abwechslungsreich: Den Tag beherrschen meist dichte Klangwolken aus Blasmusik, Polizeisirenen, Motorenlärm und Bierzeltgesängen, nachts hört man über Kilometer hinweg Kiefernnadeln auf Waldböden rieseln. Dieses Wechselbad atmosphärischer Tönungen kann freilich nur genießen, wer die Kunst des gezielten Hin- und Weghörens beherrscht. Nur wer es gelernt hat, seiner Geräuschumwelt radikal selektiv zu begegnen, hat in Bayern eine Chance, ohne psychische Defekte zu überleben. Psychoakustische Forschungen haben ergeben, dass bereits der Fötus das Hin- und Weghören trainiert. Bereits pränatal haben bayerische Babys demnach eine spezifische Akustik im Ohr. Mit ihrer Hilfe gelingt es ihnen später mühelos, selbst im größten Lärm instinktsicher heimische Idiome zu orten und im allgemeinen Info-Tsunami Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Wenn man so will, ähneln sie Ferkeln, die aus tausenden von Grunzlauten mühelos die Mutterstimme herauszuhören im Stande sind. Frage nur: Welchen Tönen genau schenken Bayern ihr Gehör, welche Geräusche kommen auf ihren seelischen Resonanzböden lauter zum Klingen und welche eher leise? Ludwig I., der von Geburt an schwerhörig war, hörte immer wieder antike, griechische Geisterstimmen, Ludwig II. hatte die Ohren voll Wagner, Herzog Max in Bayern zitterte bei Zithermusik, Franz Josef Strauß überfielen, wenn er Sozialdemokraten hörte, Schreikrämpfe. Bayerns Schüler schreibm neuadinks nach gehöa ... Thomas Kernert hat sich in Bayerns Geschichte "umgehört". Natürlich typisch bayerisch-selektiv!


21.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


21.05 Uhr

 

 

das ARD radiofeature

Die zwei Gesichter der Telekom Beschäftigte der Telekom in Deutschland reden in unzähligen Betriebsräten und selbst im Aufsichtsrat gehörig mit. Wer sich bei deren Tochter T-Mobile USA für Mitbestimmung einsetzt, wird dagegen immer wieder drangsaliert, muss schon mal wie ein Schulkind Strafarbeiten schreiben oder wird gleich gefeuert. Dass europäische Konzerne, die zu Hause die Sozialpartnerschaft beschwören, jenseits des Atlantiks versuchen die Gewerkschaften aus ihren Betrieben herauszuhalten, ist nichts Ungewöhnliches. Im Fall der Telekom haben sich allerdings amerikanische und deutsche Gewerkschaften in einem einzigartigen Bündnis zusammengeschlossen, um voneinander zu lernen und mit ihren Aktionen Politik, Aktionäre und Bevölkerung auf die ungleichen Arbeitnehmerrechte aufmerksam zu machen. Wie erfolgreich kann diese transatlantische Initiative sein?


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


22.05 Uhr

 

 

Zündfunk Generator

Conny Plank - Pop-Produzent von Weltruf Kraftwerk, Neu!, Scorpions, DAF, Devo, Ultravox, Eurythmics, Les Rita Mitsouko, Brian Eno, Gianna Nannini, Cluster, Ideal - sie alle kamen zu ihm zum Aufnehmen. Conny Plank war bis zu seinem frühen Krebstod 1987 erste Adresse für Popmusik unterschiedlichster Genres. Ohne ihn hätte sich Krautrock aus Deutschland anders entwickelt. Später buchten Bands aus aller Welt sich auf dem umgebauten Bauernhof der Familie Plank ein: bei Conny, Christa und Stephan. Der Sohn hat nun einen Dokumentar-Film ins Kino gebracht: "The Potential Of Noise". Wir haben Stephan Plank gesprochen, ebenso Karl Bartos, ex-Kraftwerk. Und erinnern uns an unvergängliche Songs, die in den 70ern und 80ern in Wolperath bei Köln aufgenommen wurden. Nur zweimal musste Conny Plank eine Produktion ablehnen - erst verstieß David Bowie gegen eine Studioregel: "keine Klodrogen". Später kam Plank mit einem gewissen Bono (U2) nicht klar. Connys Motto war "Crazyness is holy" - "Verrücktheit ist heilig". Er lebte von 1940-1987.


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


23.05 Uhr

 

 

Nachtmix


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


00.05 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (I)

präsentiert von BR-Klassik Gottfried Heinrich Stölzel: "Seid willkommen, schöne Stunden" (Dorothee Mields, Sopran; Elisabeth Graf, Alt; Knut Schoch, Tenor; Ekkehard Abele, Bass; Telemannisches Collegium Michaelstein: Ludger Rémy); Carl Loewe: Streichquartett F-Dur, op. 24, Nr. 2 (Hallensia Quartett); Carl Reinecke: Flötenkonzert D-Dur, op. 283 (Aurèle Nicolet, Flöte; Gewandhausorchester Leipzig: Kurt Masur); Steve Reich: "The Four Sections" (MDR Sinfonieorchester: Kristjan Järvi)


02.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


02.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (II)

Jörg Demus: "Nuit d'étoiles", op. 14 (Jörg Demus, Klavier; Yuko Inagaki, Violine; Walter Nothas, Violoncello); Gustav Holst: "Die Planeten", op. 32 (Frauenstimmen des Monteverdi Choir; Philharmonia Orchestra London: John Eliot Gardiner), Nicolas Economou: "Kinderlaunen" (Nicolas Economou, Klavier); Mikis Theodorakis: Aus "Zorba" (Ioanna Forti, Sopran; Choeur et Orchestre symphonique de Montréal: Charles Dutoit)


04.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter


04.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (III)

Joseph Haydn: Klavierkonzert G-Dur, Hob. XVIII/4 (Andreas Frölich, Klavier; Delian Quartett); Carl Nielsen: Bläserquintett, op. 43 (Philippa Davies, Flöte; Gareth Hulse, Oboe; Michael Collins, Klarinette; Robin O'Neill, Fagott; Richard Watkins, Horn); Claude Debussy: "Clair de lune" (Jacques Loussier Trio)


04.58 Uhr

 

 

Impressum