Deutschlandfunk Kultur

Feature

barack obamaBlack America Von Tom Schimmeck Regie: Giuseppe Maio Mit: Hans Löw, Achim Buch, Thilo Werner, Idil Üner, Sandra Borgmann Ton: Christian Alpen Produktion: NDR 2017 Länge: 51"47 "Es gibt keine Gleichheit". Bei seiner Wahl begrüßte das schwarze Amerika Barack Obama wie einen lang ersehnten Heilsbringer. Die Tode der Teenager Trayvon Martin und Michael Brown, von einem Wachmann und einem Polizisten erschossen, die Rassenunruhen von Ferguson und die tödlichen Schüsse auf einen Schwarzen in Charlotte fielen in die Amtszeit des ersten afroamerikanischen Präsidenten. Auf einer ehemaligen Sklavenplantage in Georgetown und in der Chicagoer South Side geht der Autor der Frage nach: Hat sich in der Obama-Zeit etwas verändert oder nicht? "Amerika hat die Rassenfragen so lange verdrängt, bis die Wunde eiterte und faulte." Tom Schimmeck, geboren 1959 in Hamburg, Autor, Reporter und Mitbegründer der taz. Redakteur bei taz und Spiegel. 1989 Umzug nach Südafrika, Berichte für GEO, Merian u.v.a. Rückkehr nach Hamburg 1993. Sein Buch "Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache" erschien 2010. Zahlreiche Radiofeatures: Ernst-Schneider-Preis für "Tonfänger" (MDR 2007), Deutscher Sozialpreis und Bremer Rüdi für "Koma-Kicks" (NDR 2008) und RIAS-Radiopreis für "Vier Schüsse in Missoula" (NDR/DKultur 2015). Weitere Stücke: "Kinder kandiert" (NDR/DKultur 2014), "Femme fatale fürs Kapital" (DLF 2016), "Panzer, Pferde, Partrioten" (DLF 2016), "Terrorwarnung" (NDR 2017) und "Glashütte - Das tickende Tal" (MDR 2017). Black America
Samstag 18:05 Uhr

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Ö1

Tao - aus den Religionen der Welt

senegal"Frieden, Respekt und Toleranz". Im kleinen Land Senegal leben mehr als 50 Ethnien, davon mehr als 90% muslimisch, sind ethnische und religiöse Konflikte weitgehend unbekannt - trotz radikal-islamistischer Gruppen, die versuchen, Einfluss zu gewinnen. - Gestaltung: Anna Maria Dessewffy Senegal ist ein kleines Land, ganz im Westen Afrikas, wo es an Mauretanien grenzt. Zwischen Sahara und Tropenwald, Ozean und Savanne. Mehr als 50 Ethnien leben in einer bemerkenswerten Harmonie miteinander. Über 90% der Menschen gehören muslimischen Sufi-Bruderschaften an, mehr als irgendwo sonst auf der Welt. Der Rest sind Christinnen und Christen. In allen Religionen gibt es auch animistische Einflüsse. Fremdenfeindlichkeit ist weitgehend unbekannt - ethnische und religiöse Konflikte ebenfalls. Respekt und Toleranz gegenüber dem anderen scheinen sich wie ein roter Faden durch die senegalesische Gesellschaft zu ziehen. Dies und auch die Haltung der religiösen Führer der Tidschani und Muriden, der beiden größten Sufi-Bruderschaften, tragen zum friedlichen Zusammenleben der Senegalesen und Senegalesinnen sowie zahlreicher Zuwanderer bei. Die vielleicht wichtigste Figur im senegalesischen Islam ist jedoch der Marabut - der religiöse Würdenträger, Lehrer und Wundertäter, - je nach Bedarf. Und jede Bruderschaft hat ihre eigenen Marabuts. Aber auch im Senegal versuchen radikal-islamistische Gruppen, Einfluss zu gewinnen, - bisher mit mäßigem Erfolg.
Samstag 19:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

fm einheit«Sie sprechen mit der Stasi» von Andreas Ammer und FM Einheit Wenn im «Ministerium für Staatssicherheit» - vom überwachten Volk liebevoll «Stasi» genannt - jemand den Telefonhörer abnahm, wurde ein Tonband angeschaltet: Die Stasi hörte nicht nur alles, sie nahm es auch auf. Nicht nur Telefongespräche, auch die endlosen Verhöre der Stasi mit Verdächtigen wurden auf Tonband aufgenommen und als Beweismittel verwendet. Bis heute lagern diese Ton-Dokumente weitgehend unerschlossen in der Behörde des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen. Für «Sie sprechen mit der Stasi» erhielten Andreas Ammer und FM Einheit Zugang zu den Archiven. Es entstand ein Hörspiel als Portrait eines Unrechtsstaates. Mit Archivaufnahmen aus der Behörde des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen. Musik und Regie: Andreas Ammer und FM Einheit - Produktion: WDR 2017 - Dauer: 53" Andreas Ammer, 1960 in München geboren, lebt als freier Medienautor in Oberbayern. Als bisher einziger Autor erhielt er zweimal den Hörspielpreis der Kriegsblinden («Apocalypse Live» 1995, «Crashing Aeroplanes» 2001). FM Einheit ist der Künstlername von Frank Martin Strauss, 1958 in Dortmund geboren. Er ist Komponist, Musiker und «Klangforscher». Bekannt ist er auch als Gründungsmitglied der «Einstürzenden Neubauten» (1981-96).
Samstag 20:00 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

Donaueschinger Musiktage - LIVE

Duo IanaNOWJazz Session Vive l"improvisation! Mit dem Duo Iana und dem Joëlle Léandre Tentet Am Mikrofon: Julia Neupert VertreterInnen der vitalen Improvisationsszene Frankreichs stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der NOWJazz Session. In ihrem Klavierduo "Iana" loten Christine Wodrascka und Betty Hovette höchst energetisch den polychromatischen Klangraum ihrer Instrumente aus. Dabei verdichten sie repetitive Muster zu dröhnenden Klangflächen, lösen mit abrupten Wechseln kompakte Formen in frei flirrende Improvisationen auf oder lassen allein durch einen subtilen Umgang mit Dynamik Strukturen entstehen. In ihrer Komposition "Can You Hear Me?" hinterfragt Joëlle Léandre nicht nur stilistische Grenzen von Jazz, freier Improvisation und Neuer Musik, sondern auch den scheinbaren Kontrast von Interpretation und Improvisation. Eine Reihe kompositorischer Zellen sind eingebettet in eine durchlässige Form, die alle Beteiligten zur Mitgestaltung herausfordert und das Werk bei jeder neuen Aufführung für Verwandlungen öffnet.
Samstag 20:03 Uhr

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NDR Info

Das Kriminalhörspiel

adrian mckintyDer katholische Bulle (1/2) Nach dem Roman "The Cold Cold Ground" von Adrian McKinty Übersetzung aus dem Englischen: Peter Torberg Komposition: Frank Spilker Bearbeitung und Regie: Sven Stricker Mit Franz Dinda, Felix von Manteuffel, Bjarne Mädel, Julian Greis, Michael Prelle, Hans Löw u.a. NDR 2014 1981. In Belfast, Nordirland, wütet der Bürgerkrieg, IRA-Häftlinge sind im Hungerstreik. Polizisten sind neben Armee und Katholiken die Hauptfeinde protestantischer Extremisten. Jeder Außeneinsatz birgt Todesgefahr. Als "katholischer Bulle" ist Sean Duffy ein Exot in diesem Szenario. Zwei Morde an homosexuellen Männern weisen auf den Feldzug eines Serienkillers hin. Doch wächst dem Fall bald auch eine politische Dimension zu. Um die Ermittlungen bis in die höchsten Sphären der IRA hinein zu verfolgen, muss man schon todesmutig sein. Sean Duffy ist es. Das Kriminalhörspiel
Samstag 21:05 Uhr

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Bremen Zwei

Sounds in Concert

loudon wainwrightLoudon Wainwright III (USA) Konzertmitschnitt vom 26. Juli 2017 aus dem Kulturzentrum Schlachthof, Bremen Fans und kritische Fachleute sind sich einig: So manche seiner Alben und Programme der letzten Jahre gehören zu den besten seiner Karriere. Das kann man nicht so häufig sagen von Künstlern, die seit rund fünf Jahrzehnten aktiv sind. Loudon Wainwright III. gehört zu den gloriosen Ausnahmen. Anno 1970 erschien sein Album-Debüt. Seither war der US-Amerikaner unablässig aktiv. Auch in Zeiten, als Singer/Songwriter seines Schlages weniger gefragt waren, blieb er sich treu. Inzwischen wird er allseits gefeiert: als Songkünstler, der auf einzigartige Weise Persönliches und Allgemeingültiges, Lebensweises und Kurioses, Melancholisches und Humorvolles unter einen Hut bringt. Dabei legt er auch Privates schonungslos offen. Im Werke Wainwrights finden sich zum Beispiel Lieder über sein Beziehungsleben und über sein Verhältnis zu seinen Kindern Rufus und Martha, beide heute selbst erfolgreiche Singer/Songwriter (Martha Wainwright trat kurz zuvor in Worpswede auf, Rufus Wainwright im August in der Elbphilharmonie). Loudon Wainwright III. wurde im September 1946 in North Carolina geboren. Sein Großvater war Politiker und Diplomat, sein Vater Redakteur beim renommierten Life-Magazin. Loudons Karriere begann Ende der sechziger Jahre in den Folk-Clubs von New York City. Unverhofften Chart-Erfolg hatte er 1973 mit dem witzig-schrägen Song "Dead Skunk". Das Stück wurde bald zum Fluch für den vielseitigen Songdichter, dessen clowneskes Entertainer-Talent nur eine Seite seiner Persönlichkeit war. Über die Jahre befreite sich der Sänger und Gitarrist von derlei Erwartungen (auch als "neuen Bob Dylan" hatte man ihn schon tituliert). Nebenbei scherte er immer mal wieder ins Film-Business aus. 1976 war Loudon Wainwright III. erstmals in Bremen. 1980 und 1999 kehrte er zurück. Im Schlachthof startete er jetzt seine Sommertournee durch Europa ? das einzige Deutschland-Konzert des brillanten Song-Mannes.
Samstag 22:00 Uhr

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RBB kulturRadio

LATE NIGHT JAZZ

dizzy gillespiemit Ulf Drechsel Zum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie Heute jährt sich der Geburtstag von Dizzy Gillespie zum 100. Mal. Aus diesem Anlass senden wir einen Konzertmitschnitt vom 9. Mai 1981 von der ""Jazzbühne Berlin"", wo das Dizzy Gillespie Quintet in folgender Besetzung Klassiker wie ""A Night In Tunesia"", ""Hot House"" und ""Tin Tin Deo"" spielte: John Birks ""Dizzy"" Gillespie (tp, voc), Curtis Fuller (tb), Ed Cherry (g), Michael Howell (bg), Tommy Champbell (dr). Konzertmitschnitt vom 9. Mai 1981, Berlin; Volksbühne bis 00:00 Uhr
Samstag 23:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Literatur

thomas bernhardLob der schlechten Laune "Das Leben hat an und für sich nur Nachteile." (Thomas Bernhard) Von Andrea Gerk Ohne schlechte Laune wäre das Leben nur halb so lustig. Sie ist die Grundstimmung umtriebiger Schnelldenker, die Inspirationsquelle für Künstler und Alltagsphilosophen, die geistige Nahrung für Melancholiker und Romantiker. Ohne schlechte Laune hätten wir keinen Schopenhauer, keinen Thomas Bernhard, keine Wutromane von Heimito von Doderer und keine brummigen Kriminalkommissare. Schließlich sagte schon Georges Simenon: "Jeder Mensch hat ein Recht auf schlechte Laune. Man sollte das in die Verfassung ." Doch in Zeiten von Zwangsoptimismus und Selbstoptimierung hat diese raue Stimmungslage einen schlechten Ruf. Ganz zu Unrecht! Andrea Gerk weiß, warum mürrische Helden in Literatur und Film so unterhaltsam sind und Miesepeter Meisterdenker. Sie vermag, die heilsamen Effekte der Übellaunigkeit für die Psyche zu rühmen. Sie staunt über die große Zahl grantiger Kinderbuchhelden und spürt in der Hauptstadt der Mieselsucht - vulgo: Wien - der Lust am kunstvollen Frust in der österreichischen Literatur nach.
Sonntag 00:05 Uhr

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